ende = anfang?

Weihnachten 2010 ist vorüber, bis zum Jahresende sind es noch 2 Tage.
Zeit, sich mit so manchen Dingen und/oder Gedanken auseinander zu setzen.

Häufig wird gerade diese Zeit „zwischen den Jahren“ genutzt, um Bilanz zu ziehen und „gute“ Vorsätze für das neue Jahr zu fassen.
Nein, ich will hier keine Bilanz ziehen – das haben in den vergangenen Tagen die verschiedenen Medien bereits zur Genüge getan.
Und meine ganz persönliche Bilanz dieses zu Ende gehenden Jahres kann ich in einem Wort zusammefassen: Gut!

Ich mache mir eher Gedanken um die (guten) Vorsätze, die nun wieder überall vorgeschlagen und gefasst werden.
Und dabei fällt mir das Sprichwort ein „der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“.

Sind (gute) Vorsätze also gar nicht so gut?
Oder sind das lediglich die Worte von Menschen, die lieber keine (guten) Vorsätze fassen, weil sie glauben, sie können sie eh‘ nicht einhalten?

Mein persönlicher Eindruck ist:
Vorsätze – egal wie gut und sinnvoll sie sein mögen – hängen wie ein Damokles-Schwert über dem Menschen, der diese Vorsätze gefasst hat.
Da nehme ich mir vor, im neuen Jahr gesünder zu leben. Schön.
Meine Krankenkasse wird’s gern hören, mein Arzt vielleicht nicht.
Aber was bedeutet das nun? Gesünder leben … mehr Obst und Gemüse essen? Früher ins Bett gehen? Weniger Stress – im Job oder in der Familie – haben? Sich regelmäßig sportlich betätigen? Abnehmen?
Tja – genau betrachet, gehört alles das zu einem gesünderen Leben.
Und dann?
Am 1. Januar ist noch ein leckeres, aber wenig „gesundes“ Essen bei Verwandten oder mit Freunden eingeplant. Am 2. Januar bekomme ich kann meinen Hintern nicht hoch, um schwimmen zu gehen oder sonstwie etwas sportlich zu unternehmen. Am 3. Januar habe ich schon wieder richtig heftig Stress mit den Kindern oder im Job … und schon sind alle (guten) Vorsätze für ein gesünderes Leben im neuen Jahr vergessen. Oder aber ich bekome ein schlechtes Gewissen. Schon wieder nicht geschafft. Mist. Naja, dann vergesse ich das mit den Vorsätzen eben und lebe so weiter wie bisher.

Sollte ich also besser gar keine Vorsätze fassen?
Das kommt darauf an.
Für mich persönlich habe ich festgestellt: Vorsätze sind nicht mein Ding. Ich empfinde sie als einengend, bedrückend.
Deshalb fasse ich (nur noch) ein einziges Ziel für das folgende Jahr in Worte. Ein Ziel, das für mich persönlich erstrebenswert ist. Ein Ziel, das ich messen kann. Wann immer ich will – nach 3 Monaten, im Sommer oder erst am Ende des Jahres. Doch dann, wenn ich dieses Ziel erreicht habe, kann ich mir schon das nächste Ziel setzen. Dazu muss ich dann nicht unbedingt bis zum Jahreswechsel warten.

Ich wünsche Dir/Ihnen ein gesundes und erfülltes Jahr 2011.

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